Führungseignung als Systemfaktor
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Author(s) / Creator(s)
Wagner, Jochen
Abstract / Description
Führungskräfteauswahl ist die folgenreichste Einzelentscheidung, die eine Organisation treffen kann – weil Führungspersonen nicht nur Ergebnisse verantworten, sondern die psychologischen Bedingungen gestalten, unter denen alle anderen arbeiten, wachsen und sich binden.
Dieser Essay setzt die konzeptuelle Reihe des Bedürfnis-Subsumtionsmodells (Wagner, 2026a) und der Bedürfnisökologie von Organisationen (Wagner, 2026b) fort und adressiert deren zentrale praktische Implikation: Wenn Führungspersonen die wichtigsten Regulatoren der Bedürfnisströme in Teams sind, dann ist ihre Auswahl kein HR-Prozess – sondern Organisationsdesign. Auf Basis der Integration empirischer Führungsforschung, der Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 2000) und der Motivation-to-Lead-Forschung (Chan & Drasgow, 2001; Badura et al., 2020) entwickelt das Modell ein erweitertes Eignungskonzept mit sieben Kernbereichen auf drei hierarchischen Ebenen: Fundament (Selbstreflexion, Eigenmotivation), charakterliche Substanz (Wir-Gedanke, Fehlerkultur) und operative Führungsfähigkeit (Anpassung, Begeisterung, Offenheit). Die Hierarchisierung folgt der empirischen Erkenntnis unterschiedlicher dispositioneller Stabilität: Fundament-Merkmale sind Auswahlkriterien, operative Merkmale sind Entwicklungsziele. Als empirisch fundiertes Anti-Profil wird die Dunkle Triade (Paulhus & Williams, 2002) identifiziert – drei Persönlichkeitsmuster, die in klassischen Auswahlprozessen systematisch begünstigt werden und gleichzeitig die stärkste strukturelle Bedrohung für gesunde Bedürfnisökologien darstellen. Das Modell wird in einem heuristischen Führungseignungs-Index (FEI) formalisiert, mit einer diagnostischen Gesamtmatrix operationalisiert und in einem Drei-Stufen-Auswahlprozess anwendbar gemacht. Die systemische Einbettung in die Bedürfnisökologie ist theoretisch kohärent; ihre empirische Validierung steht aus.
Keyword(s)
Führungseignung Eignungsdiagnostik Führungskräfteauswahl Selbstreflexion Motivation to Lead Wir-Gedanke Dunkle Triade Assessment Center Bedürfnisökologie Systemfaktor Führung MehrebenenmodellPersistent Identifier
Date of first publication
2026-05-19
Publisher
PsychArchives
Citation
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JWagner_2026_Führungseignung_als_Systemfaktor.pdfAdobe PDF - 927.52KBMD5 : a98f3d23b2e16c80451e5dcb5c09ada0Rationale for choice of sharing level: This conceptual paper is intended for open scientific discourse. Public sharing ensures maximum accessibility and citability.
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Author(s) / Creator(s)Wagner, Jochen
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PsychArchives acquisition timestamp2026-05-19T12:05:26Z
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Made available on2026-05-19T12:05:26Z
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Date of first publication2026-05-19
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Abstract / DescriptionFührungskräfteauswahl ist die folgenreichste Einzelentscheidung, die eine Organisation treffen kann – weil Führungspersonen nicht nur Ergebnisse verantworten, sondern die psychologischen Bedingungen gestalten, unter denen alle anderen arbeiten, wachsen und sich binden. Dieser Essay setzt die konzeptuelle Reihe des Bedürfnis-Subsumtionsmodells (Wagner, 2026a) und der Bedürfnisökologie von Organisationen (Wagner, 2026b) fort und adressiert deren zentrale praktische Implikation: Wenn Führungspersonen die wichtigsten Regulatoren der Bedürfnisströme in Teams sind, dann ist ihre Auswahl kein HR-Prozess – sondern Organisationsdesign. Auf Basis der Integration empirischer Führungsforschung, der Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 2000) und der Motivation-to-Lead-Forschung (Chan & Drasgow, 2001; Badura et al., 2020) entwickelt das Modell ein erweitertes Eignungskonzept mit sieben Kernbereichen auf drei hierarchischen Ebenen: Fundament (Selbstreflexion, Eigenmotivation), charakterliche Substanz (Wir-Gedanke, Fehlerkultur) und operative Führungsfähigkeit (Anpassung, Begeisterung, Offenheit). Die Hierarchisierung folgt der empirischen Erkenntnis unterschiedlicher dispositioneller Stabilität: Fundament-Merkmale sind Auswahlkriterien, operative Merkmale sind Entwicklungsziele. Als empirisch fundiertes Anti-Profil wird die Dunkle Triade (Paulhus & Williams, 2002) identifiziert – drei Persönlichkeitsmuster, die in klassischen Auswahlprozessen systematisch begünstigt werden und gleichzeitig die stärkste strukturelle Bedrohung für gesunde Bedürfnisökologien darstellen. Das Modell wird in einem heuristischen Führungseignungs-Index (FEI) formalisiert, mit einer diagnostischen Gesamtmatrix operationalisiert und in einem Drei-Stufen-Auswahlprozess anwendbar gemacht. Die systemische Einbettung in die Bedürfnisökologie ist theoretisch kohärent; ihre empirische Validierung steht aus.de
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Publication statusother
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Review statusnotReviewed
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Persistent Identifierhttps://hdl.handle.net/20.500.12034/17494
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Persistent Identifierhttps://doi.org/10.23668/psycharchives.22133
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Language of contentdeu
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PublisherPsychArchives
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Is based onhttps://doi.org/10.23668/psycharchives.21903
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Is related tohttps://www.psycharchives.org/handle/20.500.12034/17539
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Is related tohttps://www.psycharchives.org/handle/20.500.12034/17540
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Keyword(s)Führungseignung
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Keyword(s)Eignungsdiagnostik
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Keyword(s)Führungskräfteauswahl
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Keyword(s)Selbstreflexion
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Keyword(s)Motivation to Lead
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Keyword(s)Wir-Gedanke
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Keyword(s)Dunkle Triade
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Keyword(s)Assessment Center
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Keyword(s)Bedürfnisökologie
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Keyword(s)Systemfaktor Führung
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Keyword(s)Mehrebenenmodell
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Dewey Decimal Classification number(s)150
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TitleFührungseignung als Systemfaktorde
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DRO typepreprint
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